Puchausflug 2020

PLEISSING 2.0

Warten und bangen – dann endlich war es so weit: Der Puchausflug 2020 konnte heuer trotz Covid-19 stattfinden.

Wir wussten ja bis zum Schluss nicht, ob es die diesjährige Situation zulassen würde. Umso größer war die Freude, doch noch mit unseren Puch´s fortfahren zu können.

 

Am Mittwoch, dem 15.7.2020 war es klar, der Puchausflug wurde gestartet. Um 08.00 Uhr trafen sich alle Teilnehmer beim Präsi in Moosham, wo dann noch die letzten Sachen in den I-Bus geladen wurden. Da das heurige Ziel doch etwas weiter entfernt war, gab es gleich anschließend eine kurze Besprechung, wie gefahren wird und wer welche Funktionen für den diesjährigen Ausflug zu übernehmen hat. Somit war alles geklärt und wir starteten mit 15 Mann und 13 Motorrädern. In der erlauchten Runde mit dabei war auch Markus, unser bester Wirt. Es freut mich besonders, dass er endlich einmal die ganzen 5 Tage mit uns mitfahren konnte. Da sich heuer kein I-Busfahrer finden ließ meldete sich Peham freiwillig, um am Tag der An- und Abreise den Bus zu lenken. (Danke nochmal dafür !)

Das Wetter meinte es auch gut mit uns, sodass wir um 09.00 Uhr aufbrechen konnten. Ziel war Pleissing, das liegt in der Nähe von Retz. Dort bezogen wir dann am Sportplatz erneut unsere Unterkunft. So wie es auch schon 2015 war. Doch bis das geschafft war, mussten wir noch einige Kilometer „hinterlegen“. Das ging auch bei den Puch´s nicht spurlos vorüber, wie man anhand der SGS von Schmidl sehen konnte, der einen massiven Kupplungsschaden erlitt. Daher wurde gleich bei der Anreise das erste Motorrad aufgeladen. Das führte dazu, dass Peham dann doch selbst Motorrad fahren durfte und Schmidl zum neuen I-Busfahrer wechselte. Weil die SGS so stark beschädigt war und wir sie nicht mehr reparieren konnten, hat Schmidl sein Motorrad noch am selben Tag vom ARBÖ in der Unterkunft abholen lassen. Nach langer Fahrt und einigen kleineren Schraubereien kamen wir endlich bei unserem Ziel an und wurden sofort herzlich am Sportplatz Pleissing empfangen. Der Hunger bereits groß, so begaben wir uns rasch zum Gasthaus Thayatal, wo die Wirtin Lenka schon mit einer gewaltigen Portion Schnitzel auf uns wartete. Einem gemütlichen Abend stand dann nichts mehr im Wege.

 

Tag 2:

Da es am Vorabend doch etwas länger geworden ist, haben wir unsere Feldbetten nicht gleich früh morgens verlassen. Leider mussten wir feststellen, dass bei Liwa´s 175er der Tank über Nacht undicht wurde und er vorerst nicht fahren konnte. Nach einem ausgiebigen Frühstück starteten wir los, damit der Tagesausflug in Angriff genommen werden konnte. Das Tagesziel war nicht allzu weit entfernt. So hatten wir genügend Zeit, mit den Motorrädern durch viele Weingärten und „Hintumiwegerl“ zu fahren. Leider war das Wetter nicht ganz so gut, daher nutzten wir die Gunst der Stunde, um bei Bonsai´s SGS etwas zu schrauben, da er seit Beginn der Reise mit Vergaser-Problemen zu kämpfen hatte. Es wurde viel an seinem Vergaser probiert und experimentiert. Nach unzähligen Probefahrten kamen wir zu dem Entschluss - „bringt‘s des überhaupt“? Da sich die Problematik trotzdem leicht entschärfte wurde dann schließlich weitergefahren. Durch Zufall fanden wir beim Kampbad Zöbing eine passende Unterkunft für die kommende Nacht. Der Bademeister war glücklicherweise anwesend. Mit einer kleinen Bierspende erlaubte er uns, dort das Nachtlager aufzuschlagen.

Zu Fuß strebten wir dann unser Ziel, das Weingut & Heuriger Baumgartner, in Zöbing an. Dort erwartete uns die Tochter unseres Wirtes, da ihr Freund Bernd einer der zwei Winzer des Hauses ist. Bei toller Atmosphäre und bester Stimmung wurden wir mit guter Jause und feinen Weinen verköstigt. Später zeigte uns Bernd auch noch seinen Weinkeller, wo wir ein paar besondere Weine probieren durften. Später wurde dann noch in der Badehütte „angesessen“, wo es auch noch eine kleine Mitternachts Jause und 1-2 Seiterl Bier gab.

 

Tag 3:

Der Vortag hatte Spuren hinterlassen. Ausschlafen war Motto. Baumi´s Tochter Sylvia unterbreitete uns das löbliche Angebot, bei Ihnen im Heurigen zu frühstücken. Diese Möglichkeit konnten und wollten wir nicht auslassen. Kaffee mitten in den Weingärten, besser geht’s gar nicht. Nach einem ausgiebigen Frühstück brachen wir auf. Eigentlich wollten wir weiter nach Tschechien fahren. Aber der Wettergott meinte es nicht gut mit uns. Daher fuhren wir schnellst möglich zur Unterkunft nach Pleissing zurück. Der Nachmittag ist mit diversen Kartenspielen oder Schraubereien bewältigt worden. Nebenbei wurde auch der Tank von Liwa notdürftig mit einem 2K-Kleber repariert. Am Abend ging es dann zu Lenka, wo wir auf einige junge Einheimische trafen und kennen lernten. Die Stimmung war sehr ausgelassen. Die Jugendlichen des Ortes haben uns in das Jugendtreff eingeladen. Dort wurde dann noch bis spät in die Nacht Party gefeiert.

 

Tag 4:

Der Tag begann schon wieder mit Regen. Das hatte eine komplette Änderung des Tagesplanes zur Folge. Indem der Wetterbericht nichts Gutes zeigte, entschlossen wir uns, nicht mit den Motorrädern zu fahren. Aber niemand wollte sich die gute Laune vermiesen lassen. Letztendlich führte es dazu, dass wir bei Lenka im Wirtshaus landeten und dort den Tag verbrachten. Nach einem LANGEN Tag im Gasthaus freuten sich dann alle aufs Bett, weil wir ja am nächsten Tag die Heimreise anzutreten hatten.

 

Tag 5:

Da natürlich alle „zeitig“ ins Bett gingen, packten wir auch zeitig am Morgen unsere Sachen zusammen und reinigten vorbildlich die Unterkunft. Nach dem Frühstück wurde zum Abschied noch das Gastgeschenk an den Obmann Karl übergeben. Wir dankten für die Gastfreundschaft und für die erneute Unterbringung am Sportplatz. Natürlich ging der Dank auch an Lenka für die tolle Verköstigung und Bewirtung. Das Wetter war leider wiederum nicht das, was wir verdient hätten. Daher wurde früh zum Aufbruch gerufen und wir wählten die kürzeste Route für unseren Heimweg. Nach längerer Fahrt entschieden wir uns eine Pause in Gramastetten bei der Pizzeria Leone einzulegen, quasi das Abschlussessen des Ausfluges. Nach einem guten Mahl ging es rasch direkt nach Grieskirchen, wo wir uns dann noch von Alex verabschiedeten. Er musste noch auf Achse Richtung Zell am See fahren. Am späten Nachmittag trafen wir uns dann noch beim Präsi, um den I-Bus auszuräumen und alle Sachen wieder zurück zu bringen. Nach getaner Arbeit wurde verdient noch mit einem Seiterl auf einen wieder gelungenen Ausflug angestoßen.

Alles in allem denke ich war es wieder ein toller Ausflug und ich freue mich schon auf nächstes Jahr.

 

 

Ein besonderer Dank gilt dem Gasthaus Baumgartner für die alljährliche Bierspende, im Weiteren auch der Firma Renault Kriegner Grieskirchen für den I-Bus, der wieder kostenlos zur Verfügung gestellt wurde und natürlich auch der Brauerei Grieskirchen für den Kühlschrank. Ebenso allen Mitgliedern des Klubs für die tolle Zusammenarbeit und Unterstützung.

 

Der Präsident